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Montag, 30. Oktober 2017

Fliegende Bären in der Postapokalypse - Borne

Der Name Jeff Vandermeer kann nicht genannt werden ohne dabei im selben Zug auch an creapy und sehr weirde Romane zu denken. Der Beginn seiner Southern Reach Trilogie soll nächstes Jahr ins Kino kommen und der erste Teil davon - "Annihilation" - hat mich schon ziemlich überzeugt als ich ihn gelesen habe. Darum habe ich für zwischendurch mal zu seinem neuen Werk "Borne" gegriffen.


In einer postapokalyptischen Welt steht ein Stein mehr auf dem anderen wie wir ihn heute kennen. Ein dubioses Experiment ist scheinbar schief gegangen und jetzt bedroht der fliegende Bär Mord die restlichen Bewohner der Erde. Währendessen treibt aber auch eine Magierin ihr Unwesen die scheinbar mittels Drogen ihre Machtposition erhält.

Wäre das nicht alles schon weird genug, so findet Rachel - eine Überlebende - auf einem ihrer Streifzüge nach brauchbaren Materialien eine neue unbekannte Lebensform - Borne. Dieser zuerst eher unförmige Klumpen entwicklet sich über die Zeit immer mehr zu einem intelligenten Lebewesen. Doch ist diese neue Lebensart ein Freund oder Feind?


Jeff Vandermeer ist wirklich ein Meister der skurillen Erzählungen und dessen sollte man sich bewusst sein wenn man zu seinen Büchern greift. Aber wer die Zusammenfassung gelesen hat, der wird sich dessen wahrscheinlich schon bewusst geworden sein. Doch seine Erzählungen sind nicht nur skurill und weird, sondern auf ihre eigene Art bezaubernd und fesselnd.

Die Geschicht rund um hauptsächlich Rachel und Mord ist eine postapokalyptische - nur mehr sehr wenig ist in dieser Welt gesichert. Was genau passiert ist wird nicht allzu genau erläutert, aber die Vergangenheit spielt auch kaum eine Rolle. Die Vergangenheit ist nur mehr eine Ursache - wichtig ist ist nur mehr das Hier und Jetzt - eine Zeit in der nichts garantiert ist, außer eine schwieriges Überleben.

Genau in dieser Zeit eine neue Lebensform zu finden ist wie ein Hoffnungschimmer, in den Rachel all ihren Glauben setzt. Doch genau darin könnte auch ein Gefahr stecken. Es geht um Fragen wie was macht Menschlichkeit aus, wo beginnt Mord und hört der eigene Erhaltungstrieb auf? Alles sehr extreme und schwere Fragen, die sich in dieser Geschichte aber fast schon mit Leichtigkeit verweben.

Man muss sich auf die Story einfach einlassen. Wer mit abgedrehten Dingen nichts anfangen kann, der wird hier sicherlich nur wahnwitziges Zeug lesen. Doch wer sich vollkommen von der Geschichte einnehmen lassen kann, der wird eine weirde, skurille aber sehr menschiche Story erleben - die uns allen viel über die Menschlichkeit lernen kann.

Es ist wirklich schwer Geschichten von Jeff Vandermeer in Worte zu fassen, weil man sie einfach selbst erleben muss. Es sind Welten die so viele Dinge transportieren und die einfach selbst entdeckt werden müssen. Ein Leseerlebnis einer ganz besonderen Art, die sicherlich nichts für jeden Geschmack ist. Aber wer sich darin zurechtfindet wird sich verlieren und das nur im besten Sinne.



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