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Samstag, 28. Oktober 2017

Mädchen auf Mörderjagd - Stalking Jack the Ripper

"Stalking Jack the Ripper" - ein Name der auf jeden Fall gleich mal in den Ohren klingelt. Eine hoffentlich starke Protagonistin und ein Serienkiller? Klingt spannend - mal sehen ob es das auch ist!


Audrey Rose wurde geboren in einer Zeit, in der es für Frauen oder gar Mädchen nicht schicklich ist sich für Medizin, Forensik oder gar das Aufschneiden von Menschen zu interessieren. Doch trotzdem zieht es sie in die Leichenhalle ihres Onkels, wo sie heimlich aushilft und sich ihrer Neugierde hingibt. Ihr Vater und ihr Bruder sehen nur ungern darüber hinweg, aber lassen Audrey ihre Freiheiten.

Das gerade in einer Leichenhalle ein siebzehnjähriges Mädchen Dinge sieht, die nicht ganz so wunderschön anzusehen ist ist klar. Doch die Brutalität, mit der die neuesten Opfer eines scheinbaren Serienkillers eingeliefert werden ist sogar für Aufrey Rose und ihren Onkel etwas ganz Neues. Und so kommt es, dass Audrey es sich zu ihrer Aufgabe macht den Killer zu finden - niemand geringeren als Jack the Ripper.


Der Plot klingt vielversprechen und das Setting extrem düster und passend für die Geschichte. Ein grausames und dunkles London - perfekt in Szene gesetzt. Doch das war es leider für mich persönlich auch schon, was bei "Stalking Jack the Ripper" perfekt ist. Denn neben dem Setting bleibt bei mir leider kaum ein positiver Gedanke zu diesem Buch über.

Die Story ist in Ordnung und durchaus interessant. Weder wirklich fesselnd und spannend aber auch nicht einschläfern. Einfach in Ordnung aber eben nicht besonderes. Das wäre noch gar nicht so das Problem - wäre da nicht Audrey Rose die Hauptprotagonistin. Die ist mir einfach von Beginn weg auf die Nerven gegangen. Sie soll als ach so selbstständige und starke Protagonistin dargestellt werden - schmachtet dann aber doch ziemlich viel Zeit des Buches ihrem "Loveinterest" nach. Und will doch eigentlich nur von ihm verführt werden (was sie lange versucht abzustreiten weil sie so "emanzipiert" ist um in der nächsten Zeile schon wieder nur nach ihm zu schmachten). Das zieht sich leider so sehr durch die Geschichte, dass es mir einfach nur auf die Nerven gegangen ist. Diese Hin und Her - sie will ihn - nicht weil sie viel besser ist und keinen Mann braucht - aber doch weil er so toll und schön ist - aber nicht weil sie so eigenständig ist - aber doch weil er sei heimlich so sehr in den Himmel hebt. Einfach nur *urgs* ich kann es einfach nicht mehr lesen.

Diese pseudo starken Protagonistinnen die dann doch nur die ganze Zeit versuchen ihren auserwählten Typen zu beeindrucken mit ihrer "kalten Schulter" die schon zwei Sekunden später in zitternden Knien endet. Einfach so übertrieben und langweilig mittlerweile.

Zudem ist der Klappentext des Buches schon durchaus als extremer Spoiler zu sehen. Wer den gelesen hat, ein bisschen mitdenken kann und die offensichtlichen Dinge durchschaut - der weiß wahrscheinlich relativ schnell hinter wem in dieser Geschichte sich Jack the Ripper versteckt.

Was allerdings sehr verblüffend ist, dass so manche Dinge scheinbar von den Protagonisten im Buch gar nicht erkannt werden - um dann einige Kapitel später doch aufzufallen und alles offen zu legen. Dabei geht es aber stellenweise um "Hinweise" die nicht einfach mal so überhört oder übergangen werden können sondern einfach für die Protagonisten sehr offensichtlichsein sollten. Ich will diese Beispiele hier nicht anführen, weil sie extrem spoilern würden - aber die ganze Story hätte wesentlich früher aufgedeckt werden müssen. Aber scheinbar ist Audrey Rose nicht so klug wie sie glaubt zu sein.

Es stimmte einfach für mich die gesamte Chemie nicht. Es soll eine starke Protagonistin vermittelt werden, dass durch eine untergeordnete Liebesgeschichte überdeckt wird und damit komplett untergraben wird. Das ganze passt vorne und hinten nicht zusammen. Wer die typischen YA-Liebesgeschichten in Fantasy liebt, der kommt auch hier auf seine Kosten. Aber mir is das mittlerweile wirklich schon zu abgedroschen und Audery Rose war mir einfach zu kitisch.

Die Serie ist scheinbar einfach nicht mein Kaffee - darum werde ich auch den zweiten Teil der Serie definitiv nicht lesen. Der eine Band hat mir gereicht und alleine der Gedanke an Audrey lässt mich einfach nur genervt die Augen verdrehen...

 

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