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Samstag, 14. Oktober 2017

Schlecht ist nicht gleich schlecht - Bad Feminist

Heute gibt es mal wieder einen kleinen feministischen Schub was Bücher angeht. Meinen Vorsatz jedes Monat ein feministisches Buch zu lesen halte ich zwar nicht ganz ein, aber zumindest zwischendurch greife ich dann doch gerne dazu!


"Bad Feminist" ist wieder eine Essay Sammlung, diesmal aus der Feder von Roxane Gay. Die Essays beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Facetten des Feminismus, von Politik bis hin zu Literatur ist dabei wirklich alles dabei. Kurz aber nicht umsonst sind sie Essays, was sie zum perfekten Begleiter zwischendurch machen!


Roxane Gay beginnt gleich mit einem Vorwort nachdem man dieses Buch eigentlich nur lieben kann. Denn sie stellt erst mal vorne weg, dass sie selbst eine "schlechte" Feministin ist, obwohl das ein Widerspruch in sich ist. Doch niemand ist perfekt und so ist auch niemand die perfekte Feministin. Denn jeder hat wahrscheinlich so den ein oder anderen Punkt in seiner Meinung in dem er oder sie der Masse nicht zustimmt. Und das ist durchaus in Ordnung und gut so, denn nur weil eine Meinung anerkannt ist muss sie nicht die richtige sein. Und niemand ist zu hundert Prozent perfekt, man muss sich mancher Dinge einfach nur bewusst sein.

Die Essays von Roxane Gay sind wirklich spannend zu lesen und decken extrem viele verschiedene Teile und vor allem Facetten von Feminismus ab. Nicht nur die typischen harten Themen wie Ungleichberechtigung oder Ungleichbezahlung. Viele Themen sind sehr aktuell und modern. Liedertexte oder auch Bücher werden kritisch hinterfragt und dargestellt. Dadurch kommt eine bunte Mischung auf, die sich sehen lassen kann und wo sicherlich auch jeder einige Essays findet denen er komplett zustimmen kann.

Gerade was die Aktualität betrifft (auch wenn das Buch bereits 2014 erschienen ist) kann man sich echt gut in die Essays hinein versetzen. Mit dem Namen "Shades of Grey" kann jeder etwas anfangen und wahrscheinlich klingt auch "Good Girls" noch so einigen in den Ohren. Alleine dadurch, dass man mit den Vergleichsthemen einen Bezug hat und sie selbst auch kennt macht die Essays noch spannender. Das trifft wahrscheinlich kaum bei jemandem bei allem zu (einige Filme oder Serie auf die Bezug genommen wird kannte ich nicht) aber wenn man die grundlegenden Themen kennt machen die Essays halt einfach nochmal mehr Spaß.

Wie immer bei so vielen Essays gibt es manche die mir persönlich weniger zugesagt haben und einige die ich geliebt habe. Aber das ist natürlich ganz normal und auch klar. Trotzdem hab ich das Buch wirklich extrem genossen. Frische Ansätze, zwischendurch auch mal konträre Meinungen und vor allem die Einsicht, dass manche Sichtweise von ihr selbst wahrscheinlich etwas extrem oder anders sind. Aber das ist eben vollkommen in Ordnung und sollte auch von jedem Akzeptiert werden. Denn wir haben alle andere Vorgeschichten und nehmen Dinge anders auf. Damit haben wir alle andere Meinungen. Aber anstatt uns auf den kleinen unterschiedlichen Details aufzuhängen, sollten wir uns lieder bei den großen Gemeinsamkeiten treffen und dafür kämpfen!

Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle die sich mit Feminismus beschäftigen oder beschäftigen wollen. Super locker und schnell zu lesen und dabei auch noch interessant, informativ und auf jeden Fall den eigenen Horizont erweiternd!


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