Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Mittwoch, 16. August 2017

Für echte Wiener und solche die es werden wollen - 111 Gründe Wien zu hassen

Wir Wiener haben ja einen ganz eigenen Ruf - immer am Raunzen, das können wir einfach am Besten. Genau aus diesem Grund hat mich auch das Buch "111 Gründe Wien zu hassen" natürlich sofort angesprochen. Man könnte ja eventuell auch noch was neues über sein geliebtes Wien erfahren.


Das Buch beschäftigt sich in kleineren Kategorien (wie z.B. Kulinarisches oder XXX) und bieten innerhalb dieser einige Gründe warum wir unser schönes Wien doch so hassen. Natürlich alles auf eine sehr sarkastische und übertriebene Art und Weise aber trotzdem immer mit einem kleinen Quäntchen Wahrheit. Denn irgendwo her müssen Vorurteile ja doch auch kommen.

In dieser Manier werden dem Leser somit wirklich 111 abgezählte Gründe geliefert was denn alles an Wien so schirch wäre.


Die Idee hinter dieser Serie ist klar (denn die 111 Gründe gibt es nicht nur für Wien zum Nachlesen sondern auch für andere Städte) - mit Sarkasmus und jede Menge schwarzem Humor die Hass-Liebe zur eigenen Stadt darzustellen. Da ist doch Wien auch gerade das beste Pflaster dazu, denn wir raunzen, motzen und grantln für unser Leben gern.

Doch irgendwie wollte der Funke zu keiner Zeit wirklich überspringen. Die Geschichten sind alle auf ihre Art witzig und unterhaltsam und natürlich auch sehr sarkastisch zu sehen. Aber trotzdem (und ich würde mich persönlich doch als einen großen Liebhaber des Sarkasmus bezeichnen) war der Ton der ganzen Story immer ein bisschen off für mich. Von allem ein Ticken zu viel und schon immer sehr tief. Auch wenn zwischendurch dann doch immer wieder die Liebe zur Stadt durchblitzt.

Ich kann aber auch relativ genau sagen woher das bei mir kommt. Denn wenn man sich ansieht wer dieses Buch geschrieben hat erkennt man relativ schnell, dass mit Markus Lust hier der Chef-Redakteur des österreichischen Ablegers von VICE - einem sehr kontroversen Nachrichten-Magazin in Österreich - am Werk war. Alles auch immer mit einer Portion Witz zu verstehen aber trotzdem auf seine Art und Weise immer den Schritt "drüber". Schwer zu beschreiben aber genau wie mit den Artikeln dieses Online-Magazines trifft genau dieses "drüber" auch auf das Buch zu. Es war mir einfach meistens einen Schritt zu viel Hate, ein Schritt zu viel Kleinlichkeit, ein Schritt zu viel Motzen. Das macht irgendwann beim Lesen keinen wirklich Spaß mehr und verdirbt damit das ganze Buch. Zumindest für mich.

Die Idee hinter dieser Bücherserie ist genial und auch wirklich interessant. Denn wir alle haben doch immer irgendwas auszusetzen und motzen mal gerne (grundlos) herum. Gerade in Wien noch mal einen Ticken mehr. Aber der Tonfall und das geziehlte Suchen nach Kleinigkeiten in dieser Art und Weise war mir einfach zu viel.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...